Presseinformation

9. Europäisches Holzwerkstoff-Symposium 2014: Als Branchentreff etabliert

Braunschweig, / 28.10.2014

Das Europäische Holzwerkstoff-Symposium hat sich als Treffpunkt für die internationale Holzwerkstoffbranche etabliert. Vom 8. bis 10. Oktober 2014 veranstalteten das Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI und der Europäische Holzwerkstoffverband EPF mit Unterstützung des Internationalen Vereins für Technische Holzfragen iVTH und Sasol Wax das 9. Europäische Holzwerkstoff-Symposium in Hannover.

© Foto Fraunhofer WKI

Gut 260 Experten nahmen am 9. Europäischen Holzwerkstoff-Symposium in Hannover teil.

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László Döry, Präsident des Europäischen Holzwerkstoffverbands EPF, bei seinem Vortrag zur Situation der Holzwerkstoffindustrie in Europa.

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Jens Böttcher (Sasol Wax), Prof. Dr. Rainer Marutzky (iVTH), Laureat Dr. Hans Schroeder, Prof. Dr.-Ing. Bohumil Kasal (Leiter des Fraunhofer WKI) bei der Verleihung der Wilhelm-Klauditz-Medaille.

Gut 260 Experten aus dem In- und Ausland informierten sich in 24 Fachvorträgen über die Themen »Rohstoffe«, »Umwelt und Gesundheit« sowie »Märkte und neue Technologien für Holzwerkstoffe«. Dabei wurde die Zahl der Vorträge im Vergleich zum 8. Symposium reduziert, um genügend Zeit für individuelle Fragen der Teilnehmer an die Referenten zu haben.

László Döry, Präsident des Verbands EPF, sah die aktuelle Situation der europäischen Holzwerkstoff-Industrie optimistisch. Für MDF-, OSB- und Dämmplatten prognostizierte Lazlo Döry für 2014 Wachstum, während für Spanplatten wohl kein Zuwachs erzielt werden kann.

Das Themenspektrum der weiteren Vorträge war breit: Es reichte von der Marktsituation in Asien und Nordamerika, der Rohstoffversorgung in Südamerika über die Anforderungen der deutschen Fertighausindustrie bis hin zu den wichtigsten Megatrends in Europa. Auch dem Thema Formaldehyd wurde in Vorträgen zur CARB-Regulierung in den USA und der Entwicklung einer HCHO-Referenzquelle Raum gegeben. Bei den Technologievorträgen ging es unter anderem um Sortiertechniken für Recycling von Altholz, neue Klebstoffsysteme und Weiterentwicklungen von Anlagentechnologie.

Der von der Firma Sasol Wax unterstützte Abendempfang fand in entspannter Atmosphäre im Gartensaal des Neuen Rathauses im Zentrum Hannovers statt. Dabei wurde Dr. Hans Schroeder, einem langjährigen Mitglied des Kuratoriums des WKI und des iVTH-Beirats, die Wilhelm-Klauditz-Medaille verliehen. Schroeder hat sich als Referatsleiter im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur für die Holz- und Forstwissenschaft engagiert. Er setzte sich für die Anschubfinanzierung eines Forschungs- und Entwicklungsclusters aus der Holzindustrie und -wissenschaft in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen ein, das die gesamte Wertschöpfungskette Forst-Holz umfasst. Hieraus entstand 2005 das niedersächsische Kompetenznetz für Nachhaltige Holznutzung NHN e.V. Die Auszeichnung nahm Professor Dr.-Ing. Bohumil Kasal, Institutsleiter des WKI, gemeinsam mit Prof. Dr. Rainer Marutzky vom iVTH vor.

Am 9. Holzwerkstoff-Symposium 2014 nahmen über 260 Teilnehmer aus 28 Ländern teil. Rund 50 % der Teilnehmer kamen aus Deutschland, 40 % aus anderen europäischen Ländern und 11 % aus Übersee. Das Symposium richtet sich vor allem an Holzwerkstoff-Hersteller, die Zulieferindustrie sowie an Forschungseinrichtungen. Die Vorträge der Veranstaltung können auf CD bei Frau Heike Pichlmeier unter der E-Mail-Adresse info@wki.fraunhofer.de bestellt werden. Die Kosten hierfür betragen 50 Euro.

Mit der Wilhelm-Klauditz-Medaille zeichnen der Internationale Verein für Technische Holzfragen und das Fraunhofer WKI besondere Leistungen und Engagement in der Holzforschung aus. Bisher wurde die Medaille 16 Mal verliehen.