Holzwerkstoff- und Naturfaser-Technologien

Forschungsprojekt

Formaldehydfreie, mit Amino- bzw. Naphthalinharzen modifizierte Bindemittel für Bauprodukte mit verbesserten Eigenschaften

Die Bauwirtschaft ist eine Schlüsselbranche für Deutschland. Anorganisch gebundene Holzwerkstoffe werden in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt, etwa im Trockenbau, und Holzrahmenbau, als Schalungselemente und Fassadenverkleidungen sowie in Decken-, Fußboden- und Wandkonstruktionen, Feuchtraumauskleidungen, Brand- und Schallschutzkonstruktionen.

Durch die in Europa aktuell erfolgte Neueinstufung von Formaldehyd als Karzinogen der Klasse 1B (Stoff ist wahrscheinlich beim Menschen krebserzeugend) sind formaldehydfreie Binde- und Zusatzmittel in naher Zukunft für die Industrie erforderlich. Wir entwickeln in diesem Projekt Bindemittel unter Zuatz formaldehydfreier Harze auf Basis von Melamin und Naphthalin mit verbesserten Eigenschaften für den Einsatz in Bauprodukten.

© Fraunhofer WKI | Manuela Lingnau

WPC-Platten

Gips, Zement, Wasserglas und Magnesitbinder sind die wichtigsten anorganischen Bindemittel für Baustoffe wie Beton, Mörtel oder Holzwerkstoffe. Bei der Herstellung werden oft Zusatzmittel zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit des Bindemittels und der Eigenschaften des Bauprodukts verwendet. Fließmittel wirken besonders stark verflüssigend und bewirken damit eine erhebliche Verminderung des Wasseranspruchs und/oder eine Verbesserung der Verarbeitbarkeit des anorganischen Bindemittels. Als Fließmittel werden neben formaldehydfreien Polycarboxylaten (PCE) wegen deren nachteiliger Eigenschaften und des Preises vorwiegend sulfonierte Naphthalin- und Melamin-Formaldehyd-Harze eingesetzt.

Gesamtziel des Vorhabens ist die Entwicklung von anorganisch gebundenen Bauprodukten (Holzwerkstoffen) unter Zusatz formaldehydfreier Harze auf Basis von Melamin sowie Naphthalin mit neuen Funktionalitäten. Durch die zusätzlichen funktionellen Gruppen sollen die Wirkprinzipien der Polycarboxylate mit denen der Naphthalin- bzw. Melaminharze kombiniert werden. Hieraus resultieren Fließhilfsmittel einer neuen Qualität, die die Eigenschaften beider Systeme in sich vereinigen und zudem formaldehydfrei sind.

Durch die in Europa aktuell erfolgte Neueinstufung von Formaldehyd als Karzinogen der Klasse 1B (Stoff ist wahrscheinlich beim Menschen krebserzeugend) sind formaldehydfreie Binde- und Zusatzmittel in naher Zukunft für die Industrie erforderlich. 
Durch die in Europa aktuell erfolgte Neueinstufung von Formaldehyd als Karzinogen der Klasse 1B (Stoff ist wahrscheinlich beim Menschen krebserzeugend) sind formaldehydfreie Binde- und Zusatzmittel in naher Zukunft für die Industrie erforderlich. 

Projektpartner

Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP)

Förderung

Eigenmittel

Laufzeit:     01.06.2016 – 31.05.2018