Anwendungszentrum für Holzfaserforschung HOFZET®

Forschungsprojekt

Entwicklung eines zukunftsorientierten Kleinladungsträgers (KLT)

In unserem Projekt entwickeln wir im Auftrag des Verbands der Automobilindustrie (VDA) eine neue Generation Kleinladungsträger (KLT). Dabei fokussieren wir uns auf den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen um den Leichtbau im Transportwesen der Automobilzulieferer zu steigern. Durch die Verbesserung der Materialeigenschaften und die Anpassung der Konstruktion wollen wir ein höheres Innenvolumen bei gleichbleibenden Außenabmaßen sowie eine Reduzierung des Eigengewichts erzielen.

© Fraunhofer WKI | Carsten Aßhoff

Einzelne Projektschritte zur Entwicklung einer neuen KLT-Generation

© Fraunhofer WKI | Hasan Mezdegi

KLT und Gemüsekiste aus Polypropylen und Holzfasern

Um die logistische Kette zwischen Automobilherstellern, Zulieferern und Dienstleistern zu optimieren, kommt in der Industrie ein Kleinladungsträgersystem (KLT-System) zum Einsatz. Der Kleinladungsträger stellt ein einheitliches, poolfähiges und mechanisch und manuell handhabbares, herstellerübergreifendes System dar, das sich zum automatischen Befüllen, Entleeren und Transportieren von Gütern eignet. In Anlehnung an die Inhalte der VDA Empfehlungen 4500 arbeiten wir an einer zukunftsfähigen Entwicklung des KLT-Systems. Ergänzungs- und Innovationsbedarf besteht unter anderem darin, alle VDA-Kleinladungsträger einer neuen KLT-Generation mit Auto-ID-Technologie (RFID-Tags) zur Prozessoptimierung herzustellen.

Die aktuelle KLT-Generation wird aus dem Kunststoff Polypropylen (PP) gefertigt. Diesen setzen wir in unserem Projekt weiterhin als Basispolymer ein. Einen großen Anteil des Polypropylen tauschen wir jedoch durch Holz- bzw. Cellulosefasern aus. Neben ökonomischen sowie ökologischen Vorteilen, wie der günstigere Preis und der Einsatz nachwachsender Rohstoffe, bringen diese Fasern auch einen hohen Festigkeits- und Versteifungseffekt mit sich. Dadurch verbessern sich die Materialeigenschaften des Kleinladungsträgers. So können unter anderem die Wandstärken des KLT reduziert und Gewicht eingespart werden. Um eine optimale Materialperformance zu erlangen, werden anforderungsspezifische Additive im Materialherstellungsprozess hinzugegeben.

Neben der Materialentwicklung optimieren wir auch die Konstruktion des KLT unter Nutzung aktueller Simulations-Tools. Dabei ist die Spritzguss- und Festigkeitssimulation ein wichtiges Begleitwerkzeug in der Neuauslegung des KLT.

Nach der konstruktiven und simulativen Auslegung bauen wir ein variables KLT-Versuchswerkzeug, das bereits etablierte Technologien wie Schäumen oder 2-Komponenten, sowie neue Forschungsansätze, beispielsweise Organoblechboden, vereint.

Anschließend werden die KLT mit dem hauseigenen KLT-Versuchswerkzeug und der 2K-Spritzgussmaschine am Standort des Anwendungszentrums für Holzfaserforschung HOFZET® hergestellt und anschließend den nach den VDA-Richtlinien vorgeschriebenen Behälterprüfungen unterzogen.

Projektlaufzeit 1.7.2017 – 1.7.2019
Auftraggeber Verband der Automobilindustrie (VDA)
Projektträger Jülich (PTJ)
 
Projektträger Jülich (PTJ)
Projektträger Jülich (PTJ)
Projektträger Jülich (PTJ)
Projektträger Jülich (PTJ)
Projektträger Jülich (PTJ)
Projektträger Jülich (PTJ)
Projektträger Jülich (PTJ)
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