Materialanalytik und Innenluftchemie

Forschungsprojekt

Charakterisierung der Partikelemission aus Haushaltsgeräten

Die Belastung durch ultrafeine Partikel in der Innen- und Außenluft ist seit vielen Jahren bekannt und durch zahlreiche Studien belegt. Viele Emissionsquellen sind im täglichen Umfeld zu finden. Einen Anteil daran haben emittierende Quellen im Innenraum, sei es im privaten Umfeld in Wohnungen oder in Büroräumen am Arbeitsplatz. Neben weitreichenden Studien über die Emissionen aus elektronischen Geräten, z. B. Laserdruckern und Kopierern sind auch Emissionen, die durch Aktivitäten im Haushalt verursacht werden, bekannt. Hierzu zählen zum Beispiel das Kochen oder Braten fetthaltiger Lebensmittel sowie andere Aktivitäten wie das Abbrennen von Kerzen. In diesem Forschungsprojekt widmete wir uns der Partikelemission von Haushaltsgeräten.

© Fraunhofer WKI
Messung der Partikelemission an einem handelsüblichen Haushaltsgerät

Wir haben Haushaltsgeräte, die noch nicht in ihrer eigentlichen Funktion verwendet wurden - also noch nicht mit Nahrungsmitteln in Kontakt gekommen waren – in einer Emissionsprüfkammer untersucht. Bei den Versuchsgeräten handelte es sich ausschließlich um Neuware, um Verunreinigungen durch einen früheren Gebrauch - wie zum Beispiel Rückstände von Lebensmitteln oder Ölen – auszuschließen. Untersucht wurden im Rahmen der Studie Geräte des täglichen Bedarfs, wie Toaster, Grill, Mikrowelle, Bügeleisen und Haarfön.

Ermittelt wurden die Anzahl der auftretenden Partikel in den einzelnen Größenklassifizierungen sowie die Emissionsraten. Da hier auf den Einsatz von Lebensmitteln verzichtet wurde, sind die angegebenen Partikelmengen ursächlich mit dem Betrieb des Geräts verknüpft. Der Ursprung dieser Partikel konnte auf Basis der durchgeführten Untersuchungen nicht bestimmt werden, allerdings sind die Partikel zwischen 150 °C und 200 °C verdampfbar und somit organischer Natur.