Verfahrens- und Systemtechnik Holzwerkstoffe

Aktuelles

September 2016

Schälmaschine und Dämpfkammer

Am Fraunhofer WKI können wir nun auch Lagenwerkstoffe aus Holz im Technikumsmaßstab herstellen. Die einzelnen Schritte sind das Dämpfen oder Kochen von Baumstämmen bei verschiedensten Temperaturen, das Schälen von unterschiedlich dicken Furnieren, die Furniertrocknung und das Pressen zum fertigen Produkt. Durch gezielte Veränderung der Produktionsparameter können wir deren Einflüsse besser verstehen und somit reproduzierbare Versuche durchführen. Das neue Leistungsspektrum steht sowohl für öffentlich geförderte Projekte als auch für Industriekunden offen.

In mehreren neuen Forschungsprojekten untersuchen wir derzeit beispielsweise verschiedene Aspekte hinsichtlich der Herstellung und Einsatzmöglichkeiten von Lagenwerkstoffen aus Laubhölzern. Werkstoffe auf Basis von Furnieren sind insbesondere für das Bauwesen ein interessanter Baustoff, denn sie verfügen aufgrund der geringen Lamellendicke und geringen Dichte über eine hohe Festigkeit. Außerdem sind sie besonders effektiv, da bei ihnen ein sehr günstiges Verhältnis zwischen der nutzbaren Rohholzmasse (Rohstoffeffizienz) und dem Klebstoffbedarf vorliegt. Durch die Möglichkeit einer kontinuierlichen Herstellung der Werkstoffe ist die Produktion sehr wirtschaftlich. Das steigende Angebot von einheimischen Laubhölzern rückt diese auch für die Herstellung von Lagenwerkstoffen zunehmend in den Fokus.  

Dämpfkammer

Abmessungen Innenvolumen LxBxH: 2x1x1 m³
  Bauart Mobil
Dämpfparameter Temperaturbereich 20 – 95 °C
  Dämpfen / Kochen Indirekt
  Heizung Elektrisch
  Betrieb Drucklos

Schälmaschine

Schälklotzparameter Länge 1270 – 1650 mm
  Durchmesser max. 600 mm
Schälparameter Furnierbreite 1220 – 1600 mm
  Restrolle min. 65 mm
  Furnierdicke von 0,1 bis 5 mm, stufenlos verstellbar
  Schälgeschwindigkeit max. 250 m/min
  Messerwinkel 19° und 21°
© Foto Fraunhofer WKI | Robert Briesemeister

Stämme in der Dämpfkammer

© Foto Fraunhofer WKI | Robert Briesemeister

Das geschälte Furnier vor der weiteren Verwendung

© Foto Fraunhofer WKI | Peter Meinlschmidt

Beleimung des Furniers