Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ZELUBA®

Forschungsprojekt

Holzbau im Einfluss des Klimawandels

Entwicklung von Strategien zur Sicherung der Gebrauchstauglichkeit

In Holzbauweise erstellte Gebäude helfen bei der Einhaltung von Umwelt- und Klimazielen. Sie sind ressourcenschonend und dienen als CO2-Speicher. Doch halten die heute erstellten Holzbauten den künftigen Auswirkungen des Klimawandels stand? Das ist die Leitfrage dieses Projekts. Wir analysieren und evaluieren die Gebrauchstauglichkeit von Holzbauten in Deutschland unter Berücksichtigung der voraussichtlichen klimatischen Bedingungen für die kommenden 100 Jahre, also bis zum Jahr 2115. Aus den gewonnenen Erkenntnissen leiten wir Handlungsstrategien ab.

© Fraunhofer WKI | Norbert Rüther
Typisches Holzrahmenhaus mit Wärmedämmverbundsystem mit Dämmplatten aus Holzfasern.

Gebäude aus Mauerwerk, Stahl, Holz und Beton sind bei korrekter Ausführung sehr dauerhaft. Für die Herstellung von Mauerwerk, Stahl und Beton verbraucht man jedoch endliche Ressourcen wie Sand, Kalkstein und Eisenerze und man benötigt viel Energie. Außerdem werden durch den hohen Energieeinsatz bei der Herstellung und den Transport dieser Baustoffe sowie durch chemische Prozesse bei der Zementherstellung große Mengen CO2 freigesetzt. 

Angesichts des Klimawandels, der Rohstoffknappheit und steigender Energiepreise rückt Holz als Baumaterial verstärkt in den Fokus von Politik und Bauindustrie. Bauholz hat einen deutlich geringeren Energiebedarf als herkömmliche Baustoffe, ist regenerativ und zudem lokal verfügbar. Während seiner Nutzungszeit speichert Holz CO2 und entlastet damit die Atmosphäre. Im Hinblick auf den Klimawandel ist es somit vorteilhaft, wenn Holzbauten eine möglichst lange Nutzungsdauer haben. 

Um herauszufinden, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Nutzungsdauer von Holzbauten hat, führen wir in diesem Projekt zusammen mit dem Projektpartner Holzbau-Deutschland-Institut folgende Untersuchungen durch:

  • Im Arbeitspaket 1 definieren wir mithilfe von Literaturrecherchen, Auswertungen von Klimamodellen und Schadenshäufigkeiten die zu verwendenden Randbedingungen der Simulationen.
  • Im Arbeitspaket 2 erfolgt die Modellierung und Simulation.
  • Im Arbeitspaket 3 evaluieren und definieren wir mithilfe von Sensitivitätsanalysen und statistischen Auswertungen die kritischen Punkte zur Ableitung von Handlungsstrategien.

Projektpartner

  • Holzbau Deutschland-Institut

Ergebnisse

Gebäude aus Holz halten dem Klimawandel stand und helfen CO2 zu binden. Heute und in den nächsten 100 Jahren sind auf Basis der aktuellen Klimaprognosen keine bauphysikalischen Schäden an Holzbauten zu erwarten. Für die zukünftige Bauplanung haben wir  Empfehlungen zum Schutz vor Hitze, Holzschädlingen und Extremwetterereignissen wie Sturm und Starkregen entwickelt.

Förderung

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über das Programm »Waldklimafonds«

Projektträger: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Laufzeit: 1.6.2018 bis 30.12.2018