Prof. Raoul Klingner übernimmt Leitung des Fraunhofer WKI in Braunschweig
Seit dem 15. Mai 2026 ist Prof. Raoul Klingner Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut, WKI. Der studierte Holzwirt ist nun dauerhaft für die strategische Ausrichtung des Instituts verantwortlich. Er hatte bereits am 1. Oktober 2024 die kommissarische Leitung des Instituts übernommen. Parallel übernimmt Raoul Klingner die Professur für organische Baustoffe und Holzwerkstoffe an der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften der Technischen Universität (TU) Braunschweig.
Prof. Klingner folgt in dieser Position auf Prof. Dr. Bohumil Kasal, der nach über 14 Jahren als Institutsleiter des Fraunhofer WKI am 1. Oktober 2024 altersbedingt in den Ruhestand trat.
»Biobasierte Alternativen zu fossilen Rohstoffen sind ein zentraler Baustein für den Aufbau einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft. Das Fraunhofer WKI hat sich mit seiner Forschung und Entwicklung, von der Rohstoffaufbereitung über die Material- und Produktentwicklung bis hin zum Recycling von Rohstoffen, zu einer der führenden Einrichtungen für angewandte Holzforschung in Europa entwickelt. Die industrielle Nutzung dieser Forschungsergebnisse, etwa im Leichtbau, stärkt die Region und Deutschlands Position als leistungsfähiger Bioökonomie-Standort«, erklärt Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. »Prof. Klingner ist nicht nur fachlich ein ausgewiesener Experte, er verfügt auch über langjährige Erfahrung im Bereich des strategischen Forschungsmanagements. Ich bin überzeugt, dass er die interdisziplinäre Forschung weiter ausbauen und Innovationen in der Holzwerkstoffindustrie weiter vorantreiben wird – zum Vorteil unserer Kunden und Partner«, fügt er hinzu.
Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, sagt: »Mit Raoul Klingner gewinnen wir nicht nur einen ausgewiesenen Experten für die Materialwissenschaften nachwachsender Rohstoffe, sondern auch einen erfahrenen Experten und Mitstreiter für unsere Vision der Ecoversity – die TU Braunschweig als Ökosystem Universität in enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern. Durch das erfolgreiche strategische Zusammenspiel der TU Braunschweig mit Fraunhofer-Instituten am Standort sorgen wir für eine verzahnte Grundlagenforschung und noch mehr Geschwindigkeit und Erfolg im gemeinsamen Innovationsprozess.«
Prof. Klingner betont: »Mit der Übernahme der Leitung des Fraunhofer WKI, verbunden mit der Professur für Organische Baustoffe und Holzwerkstoffe an der TU Braunschweig, kehre ich nach spannenden Jahren im Forschungsmanagement zurück zu meinen fachlichen Wurzeln. Darauf freue ich mich ungemein. Der nachwachsende Rohstoff Holz und dessen Schlüsselrolle in einer zirkulären Bioökonomie faszinieren mich nach wie vor. In den letzten Monaten als kommissarischer Institutsleiter habe ich ein engagiertes Team am Fraunhofer WKI kennen- und schätzen gelernt. Mit diesem motivierten Team möchte ich die strategische Ausrichtung unseres Instituts fortsetzen, unsere interdisziplinäre Forschung stärken und den Dialog mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ausbauen, um praxisnahe Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu entwickeln.«
Nachhaltigkeit ist seit der Gründung des Fraunhofer WKI im Jahr 1946 das zentrale Thema. Der Gründer und Namensgeber Dr. Wilhelm Klauditz gilt als Pionier der modernen Holzwerkstoffindustrie. Heute nutzt das Fraunhofer WKI die ganze Bandbreite nachwachsender Rohstoffe, um daraus nachhaltige Werkstoffe, Bauteile und Chemieerzeugnisse zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf der ganzheitlichen Nutzung des herausragenden Eigenschaftsprofils des nachwachsenden Rohstoffs Holz.
Letzte Änderung:
Fraunhofer-Institut für Holzforschung