Klebstoffexpertise des Fraunhofer WKI auf der Bühne des Staatstheaters Braunschweig

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Am 24. April 2026 feiert das Theaterstück »K:lebt!« im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig Premiere. Die Klebstoffexpertise des Fraunhofer WKI diente unter anderem als Inspiration für das Stück, in dem Klebstoff als Metapher für den Zusammenhalt der Gesellschaft verwendet wird. Die Forschenden beschäftigen sich mit biobasierten Klebstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe und biogener Reststoffe, um ökologische Lösungen für die Zukunft zu finden. Im Theaterstück tauchen Elemente aus der Forschung auf, zum Beispiel Polymerknäule und Zerreißproben. Das Stück stellt die übergreifende Frage: Was braucht es für den Zusammenhalt einer Gesellschaft?

Zu sehen ist eine Fluoreszenzauflichtmikroskopieaufnahme. Zwei aufeinandergeklebte Hölzer in Detailansicht und eine innenliegende Klebefuge, bestehend aus biobasiertem Klebstoff.
© Fraunhofer WKI
Fluoreszenzauflichtmikroskopie der Klebefuge von biobasiertem Klebstoff in Buchensperrholz.

Das Theaterstück »K:lebt!«, das als raumgreifendes interaktives Happening für Kinder und Jugendliche angekündigt wird, beschäftigt sich mit den Bedingungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Ziel, das Leben der Menschheit in Einklang mit allen Organismen dieses Planeten zu bringen, treibt sowohl die Forschung als auch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema an.

Die Musik des Künstlers und Komponisten Alex Paxton ist auf künstlerischer Ebene das Bindeglied. In seinen Kompositionen verbindet er scheinbar spielerisch weit auseinanderliegende musikalische Fertigkeiten am Instrument. Die griechisch-deutsche Regisseurin Sofia Simitzis ist Spezialistin für raumgreifende Uraufführungen im Musiktheater. Gemeinsam mit Eva Lochner, Expertin für organische Materialien, verschmelzen sie in großen Bildern Publikum und Künstlerinnen und Künstler.

Mit ihrer Expertise zum Thema biobasierte Klebstoffe waren die Forschenden des Fraunhofer WKI eine Inspirationsquelle für das Stück. Darin werden Klebstoffe als metaphorisches Bindemittel für die Gesellschaft betrachtet. Auf der Bühne sind unter anderem »menschliche Polymerknäule« zu sehen aber auch Insektenlarven, die den Forschenden als Ausgangsmaterial für ihre aktuelle Forschung dienen.

»Ein zentrales Ziel unserer Arbeit am Fraunhofer WKI ist es, den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten zu fördern. Biobasierte Klebstoffe sind eine Schlüsseltechnologie, um Materialien zu verbinden und endliche Ressourcen zu schonen. Durch unsere Forschung werden Produkte für den Bau-, den Möbel- und den Verkehrssektor ökologischer und recyclingfähiger. Wir freuen uns, dass dieses Thema nun in kreativer Form ein breites Publikum erreicht und so vielleicht wichtige Diskussionen anstößt«, berichtet Dr. Henrik-Alexander Christ.

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