Presseinformation

Bundesministerin testet rollendes Entwicklungslabor des WKI auf dem Nürburgring

Braunschweig / 21.8.2018

Das Fraunhofer WKI und Porsche Motorsport testen am rollenden Entwicklungslabor von Four Motors, einem Porsche Cayman GT4 981, biobasierte Werkstoffe. Im Renneinsatz werden neue Werkstoffe unter Extrembedingungen getestet, die in Zukunft Materialien wie Aluminium und Kohlefaser zuerst bei Rennfahrzeugen und später in der Serie ersetzen könnten.

Dabei kommen biogene Hybrid-Verbundwerkstoffe, bestehend aus biobasierten polymeren Matrixsystemen in Kombination mit biobasierten und/oder synthetischen Verstärkungsfasern, zum Einsatz. Sie bieten eine nachhaltige Alternative zu den bisher verwendeten kohlenstofffaserverstärkten Materialien und werden bei Testfahrten, wie auf der Nordschleife, im Renntempo erprobt und auf ihre Serientauglichkeit überprüft. Die biogenen Leichtbauteile für das »BioHybridCar« wurden im Rahmen des Förderprogramms »Nachwachsende Rohstoffe« der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe FNR vom Fraunhofer WKI gemeinsam mit der Porsche AG entwickelt und von dem Rennteam Four Motors im Renneinsatz erprobt. Das Projekt untersucht u.a. auch die praktische serienreife Fertigung der biogenen Leichtbauteile mittels verschiedener Verfahren. Zum Einsatz kommen auch Werkzeuge aus der Serienfertigung des Porsche 911 GT3 Cup. Der 911er wird dem gemeinsamen Projekt seit 2018 ebenfalls durch Four Motors als »Testfahrzeug für biogene Leichtbauteile« im Renneinsatz zur Verfügung gestellt. Zusammen mit Smudo, Frontman der »Fantastischen Vier« und Pilot des Porsche von Four Motors, überzeugte sich Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner über die Praxistauglichkeit der neu entwickelten Materialien des »BioHybridCar« im Renneinsatz.

Weitere Informationen zu der Erprobungsfahrt von Smudo und Bundesministerin Klöckner finden Sie hier.