Presseinformation

Bundesministerin testet rollendes Entwicklungslabor des Fraunhofer WKI auf dem Nürburgring

Braunschweig / 21.8.2018

Gemeinsam mit Porsche Motorsport erproben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer WKI am rollenden Entwicklungslabor des deutschen Rennteams Four Motors, einem Porsche 911 GT3 Cup, biobasierte Werkstoffe. Zukünftig sollen sie erst bei Fahrzeugen für den Motorsport, dann in Serie, herkömmliche Materialien wie Aluminium und Kohlefasern ersetzen. Im Renneinsatz werden die biobasierten Verbundstoffe unter Extrembedingungen geprüft.

Die biogenen Hybrid-Verbundwerkstoffe bestehen aus biobasierten polymeren Matrixsystemen und werden mit biobasierten und/oder synthetischen Fasern verstärkt. Dadurch bieten sie eine nachhaltige Alternative zu den bisher verwendeten kohlenstofffaserverstärkten Materialien. Nachwachsende Rohstoffen wie Flachs oder Hanfgewebe können so in Zukunft in Karosserieteilen wie Türen, Hauben oder Heckflügeln verbaut werden. Bei Testfahrten, beispielsweise auf dem Nürburgring, erproben die Expertinnen und Experten des Fraunhofer WKI gemeinsam mit Four Motors und Porsche die Serientauglichkeit der Materialien im Renntempo.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer WKI entwickelten die biogenen Leichtbauteile für das »BioHybridCar« im Rahmen des Förderprogramms »Nachwachsende Rohstoffe«. Gefördert wird das Forschungsprojekt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. FNR. In dem Projekt untersuchen die Forschenden unter anderem die praktische serienreife Fertigung der biogenen Leichtbauteile anhand unterschiedlicher Verfahren. Beispielsweise nutzen sie Werkzeuge aus der Serienfertigung des Porsche 911 GT3 Cup, der seit 2018 als »Testfahrzeug für biogene Leichtbauteile« im Einsatz ist. Zusammen mit Smudo, Frontmann der »Fantastischen Vier« und Pilot des »BioHybridCars« von Four Motors, überzeugte sich Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner im August 2018 bei einer Testfahrt auf dem Nürburgring über die Praxistauglichkeit der neu entwickelten Materialien.

Weitere Informationen zu der Erprobungsfahrt von Smudo und Bundesministerin Klöckner finden Sie hier.