Presseinformation

Dr. Hatem Abushammala als WK-Fellow am Fraunhofer WKI

Braunschweig / 26.9.2017

Mittlerweile zum vierten Mal vergibt das Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI die sogenannte Wilhelm-Klauditz-Fellowship an einen herausragenden Wissenschaftler. Von August 2017 bis August 2018 wird der Materialwissenschaftler Dr. Hatem Abushammala von der Universität Freiburg mit diesem Stipendium am Fachbereich Oberflächentechnologie des WKI in Braunschweig forschen.

Foto von WK-Fellow Dr. Hatem Abushammala
© Foto Fraunhofer WKI | Manuela Lingnau

Wissenschaftler Dr. Hatem Abushammala im Labor des Fraunhofer WKI.

Nach dem Chemiestudium an der Hashemite-Universität in Jordanien wechselte Abushammala 2007 in die Industrie, wo er bei zwei Pharmazieunternehmen als pharmazeutischer Chemiker arbeitete. Sein Masterstudium in Materialwissenschaften und Ingenieurwesen absolvierte er von 2009 bis 2011 am renommierten Masdar Institute of Science and Technology in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate.

In seiner Doktorarbeit zu »Novel Ionic Liquid-Mediated Technologies for the Extraction of Nanocellulose Directly from Wood« an der Universität Freiburg beschäftigte sich Abushammala damit, wie mithilfe ionischer Flüssigkeiten Zellulose-Nanokristalle direkt aus Holz extrahiert werden können.

Abushammala erhielt für seine Forschung zahlreiche Preise, wie den Leo-Schörghuber-Preis 2015, die Goldmedaille 2016 der International Academy of Wood Science und den Ökologiepreis der Viktor- und Sigrid-Dulger-Stiftung 2017. Seit 2015 arbeitete er an der Professur für Forstliche Biomaterialien der Universität Freiburg als postdoktoraler Wissenschaftler und hielt darüber hinaus Vorlesungen.

 

Als WK-Fellow am Fraunhofer WKI wird Abushammala daran forschen, elektrisch leitfähige Polymere mithilfe nachwachsender Rohstoffe herzustellen. Der Leiter des Fachbereichs Oberflächentechnologie, Dr. Stefan Friebel, freut sich über die Mitarbeit des Gastwissenschaftlers. Gemeinsam mit Dr. Abushammala wollen die Mitarbeitenden zeigen, dass nachwachsende Rohstoffe nicht nur Ressourcen schonen, sondern sich damit auch ganz neue Einsatzbereiche ergeben. »Unser wirklich ehrgeiziger Ansatz ist, zu demonstrieren, dass Nachwachsende Rohstoffe auch für HighTech-Anwendungen kostengünstig einsetzbar sind,« erklärt Friebel.

Abushammala schätzt an der Möglichkeit, am Fraunhofer-Institut zu forschen, insbesondere die Effizienz in der Forschung, die schnell zu Erfolg führen kann. »Schon bei den ersten Versuchen im Labor hatte ich viele positive Ergebnisse. Daher hoffen wir, mit den Forschungsergebnissen interessante Anwendungsgebiete erschließen zu können,« unterstreicht Hatem Abushammala.

Der Gastwissenschaftler plant, die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten am WKI 2018 zu veröffentlichen.

 

Die Wilhelm-Klauditz-Fellowship ist ein jährlich ausgeschriebenes Stipendium im Bereich der angewandten Holzforschung. Vom Fraunhofer WKI gefördert werden hochrangige Wissenschaftler, die Projekte zur Entwicklung von innovativen natürlichen Materialien bearbeiten.

 

Gern steht Herr Dr. Abushammala für Interviews in englischer Sprache zur Verfügung.