Presseinformation

Spatenstich für Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ZELUBA

Braunschweig / 3.11.2017

Mit einem feierlichen ersten Spatenstich starteten am 3. November 2017 die Bauarbeiten für neuen gemeinsamen Forschungsraum von Fraunhofer WKI und TU Braunschweig.

ZELUBA-Spatenstich 3.11.2017
© Foto Fraunhofer WKI | Simone Peist

ZELUBA-Spatenstich 3.11.2017: Prof. Dr.- Ing. Bohumil Kasal (Institutsleiter Fraunhofer WKI), Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur), Prof. Dr. rer. pol Alfred Gossner (Vorstand Fraunhofer-Gesellschaft), Dr. Helmut Blöcker (stellv. Bürgermeister), Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla (Präsidentin TU Braunschweig), Dipl.-Ing. Bernd Tibes (DGI Bauwerk), Dipl.-Ing. Kai Otto (schneider + schumacher) (von links nach rechts).

© Foto Fraunhofer WKI | Simone Peist

ZELUBA-Spatenstich 3.11.2017: Prof. Dr.- Ing. Bohumil Kasal, Institutsleiter des Fraunhofer WKI.

© Foto Fraunhofer WKI | Simone Peist

ZELUBA-Spatenstich 3.11.2017: Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Auf dem Campus der Technischen Universität Braunschweig entsteht bis 2019 erstmals ein gemeinsames Forschungsgebäude der Fraunhofer-Gesellschaft und der TU. Zusammen forschen die beiden Institutionen im Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ZELUBA® an hybriden Leichtbausystemen auf Basis nachwachsender Rohstoffe für den mehrgeschossigen Hochbau. Mit einem Spatenstich begingen die Partner heute den offiziellen Bauauftakt.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Professor Dr.-Ing. Bohumil Kasal, Leiter des Fraunhofer WKI und künftiger Hausherr, hielten die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor (Univ. Stellenbosch) Dr. rer. pol. Alfred Gossner, und die Präsidentin der TU Braunschweig, Professorin Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Grußworte. Gemeinsam mit den Vertretern des Architektenteams, Kai Otto und Bernd Tibes, nahmen die Rednerinnen und Redner dann den Spatenstich auf der Baustelle vor.

Ministerin Heinen-Kljajić betonte: »Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie für umwelt- und ressourcenschonendes Bauen. Insbesondere die Forschung an hybriden Verbundwerkstoffen ist mit Blick auf die ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit zukunftsweisend. Der Aufbau einer entsprechenden Forschungsinfrastruktur ist dem Land Niedersachsen daher ein wichtiges Anliegen. Mit dem ZELUBA-Bau und der mit dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung und der TU Braunschweig hier am Standort gebündelten Kompetenz wird die niedersächsische Forschungslandschaft deutlich gestärkt.«

Professor Dr.-Ing. Kasal freut sich über die Veranstaltung, die nach der Vorbereitungszeit nun offiziell den Baubeginn markiert. »Dieser Spatenstich ist ein Meilenstein für die beiden beteiligten Organisationen. Es ist das erste Mal, dass ein Gebäude der Fraunhofer-Gesellschaft auf dem Universitätscampus in Braunschweig entsteht. Diese Integration steht für eine neue Ära der Kooperation.« Kasal weiter: »Wir setzen darauf, dass diese Kooperation nicht zuletzt aufgrund der mit dem neuen Gebäude verbundenen dann auch räumlichen Nähe sehr erfolgreich verlaufen wird.«

»Durch die nachbarschaftlichen Beziehungen entsteht ein neues Innovationsklima«, sagt Anke Kaysser-Pyzalla, die Präsidentin der TU Braunschweig. »Bei uns gibt es etliche Anknüpfungspunkte im Bereich Bauen und Umwelt, Stadt der Zukunft und Leichtbau und Materialien, die durch die räumliche Nähe zu unseren Instituten befördert werden.«

Die Forschungseinrichtung wird auf 1 700 Quadratmetern Büros, Labore, einen Seminarraum und eine Prüfhalle umfassen. Insgesamt 39 Arbeitsplätze sind über das Gebäude verteilt. Die Bausumme von 11,7 Mio Euro teilen sich das Land Niedersachsen und der Bund über die Grundfinanzierung der Fraunhofer-Gesellschaft.

Bereits jetzt arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer WKI und der TU Braunschweig im Rahmen des ZELUBA-Anschubprojekts zusammen und entwickeln gemeinsam mit der Industrie hybride Leichtbausysteme auf Basis nachwachsender Rohstoffe für den mehrgeschossigen Hochbau.

In Arbeitsgemeinschaft planten die Architekten der Unternehmen DGI Bauwerk und schneider+schumacher den Neubau, der aus zwei kubischen Gebäudekörpern besteht. Die hohe eingeschossige Prüffeldhalle und das dreigeschossige Labor- und Bürogebäude sind leicht versetzt zueinander angeordnet, sodass sich ein großzügiger Vorplatz ergibt. Verbunden werden die beiden Baukörper durch das Foyer, das mit seinen verglasten Fronten einen gleitenden Übergang zwischen Innen und Außen schafft. Zur Straße hin präsentiert die weitgehend offene Hallenfront einen Einblick in die Forschungsarbeit.

Entsprechend der Forschung am ZELUBA® lag der Fokus bei der Planung auf einer modularen Bauweise und der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen in Kombination mit konventionellen Werkstoffen. Die hybride Bauweise wird bereits von außen sichtbar sein: Die weitestgehend hölzerne Halle wird mit Hilfe von Stahlelementen und Seilen an den Stirnseiten unterstützt und ausgesteift. Die beiden größeren Baukörper verbindend ist das Foyer als scheinbar leichter Stahlbetonbau geplant. Im angrenzenden Labor- und Bürogebäude findet der Verbund aus Holz und Stahlbeton beispielsweise in den Decken Anwendung.

Nach Fertigstellung wird der gleichnamige Fachbereich des Fraunhofer WKI, der derzeit am Hauptstandort des Fraunhofer WKI angesiedelt ist, das Gebäude beziehen und seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit in enger Kooperation mit der TU Braunschweig fortsetzen.

Das Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ist eine Initiative des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI, der Technischen Universität Braunschweig sowie des Instituts für Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig (iBMB).