Online-Seminar  /  19.9.2017, 15 - 16 Uhr

Formaldehydfreie Klebstoffe in der Holzwerkstoffindustrie – Herausforderungen und Lösungsansätze

Mit der Neueinstufung von Formaldehyd als krebserzeugend Kategorie 1B und mutagen Kategorie 2 im Januar 2016 ergeben sich neue Herausforderungen für die deutsche Klebstoff- und Holzwerkstoffindustrie. Eine weitere Reduzierung des Formaldehydgehalts in Klebstoffen wird aus gegenwärtiger Sicht nicht mehr ausreichend sein, vielmehr muss der Einsatz formaldehydfreier Harze in den Fokus gerückt werden.

Die Fraunhofer-Institute WKI und IAP befassen sich schon seit einigen Jahren mit der Entwicklung von formaldehydfreien Aminoharzen. Diese sollen ausreichend verfügbar, unbedenklich für Umwelt und Gesundheit sowie technisch und wirtschaftlich konkurrenzfähig sein. Bei der Synthese dieser formaldehydfreien Klebstoffe finden anstelle des Formaldehyds alternative Aldehyde Einsatz. Bei der Holzwerkstoffherstellung können die synthetisierten Klebstoffe wie konventionelle Aminoharze sowie als Fließmittel genutzt werden.