Das WKI und seine Institutsleiter

Fraunhofer-Institut für Holzforschung

Prof. Dr.-Ing. Bohumil Kasal

Professor Dr.-Ing. Bohumil Kasal wurde am 30. September 1956 in Vojnuv Mestec in der damaligen Tschechoslowakei geboren. Er war von 2005 bis 2010 Lehrstuhlinhaber (Hankin Chair) an der Pennsylvania State University und hatte Professuren für Architektur sowie für Bauingenieurwesen und Umweltschutztechnik inne. Schwerpunkte seiner Arbeit lagen in den Bereichen Wohnbau, Holzwissenschaft, Denkmalpflege, Auswirkungen von Naturgefahren auf Gebäude und der Anwendung von Verbundwerkstoffen in Strukturen. An der Penn State University leitete er auch das Institut für Wohnbau (Pennsylvania Housing Research Center). Zuvor war Kasal von 1992 bis 2005 Professor am Lehrstuhl für Holz- und Papierforschung sowie am Lehrstuhl für Bauingenieurwesen der Universität von North Carolina.
Professor Kasal ist Honorary Research Fellow an der Universität von Bristol, Professor an der Tschechischen Technischen Universität in Prag sowie Honorary Research Associate an der Universität von New Brunswick, Kanada.
Von 2001 bis 2002 war Kasal Senior Fulbright Fellow und Gastprofessor an der Technischen Universität in Dresden.
 
Zum 1. Oktober 2010 übernahm Prof. Dr.-Ing. Bohumil Kasal die Verantwortung für das Fraunhofer WKI. Gleichzeitig besetzt Professor Kasal den Lehrstuhl für organische Baustoffe und Holzwerkstoffe der TU Braunschweig, so dass eine enge personelle Anbindung zur Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften geschaffen wurde.

Prof. Dr. Tunga Salthammer

Prof. Dr. Tunga Salthammer übernahm die Tätigkeit als kommissarischer Institutsleiter vom 1. Januar bis 30. September 2010. Seit dem 1. März 2011 ist er stellvertretender Leiter des WKI.
Herr Professor Salthammer studierte Chemie an der TU Braunschweig. Nach Abschluss des Studiums und seiner Dissertation kam er 1990 als Wissenschaftler an das Fraunhofer WKI. Seit 1995 ist der Fachbereichsleiter der Abteilung Materialanalytik und Innenluftchemie. 2008 habilitierte er an der Fakultät für Lebenswissenschaften der TU Braunschweig. Er arbeitet in diversen internationalen Kommissionen und Gremien und ist weltweit anerkannter Fachmann auf dem Gebiet der Innenlufthygiene. Er ist Inhaber zahlreicher Gastprofessuren, z. B. in Dänemark, China und Australien.

Prof. Dr. Rainer Marutzky

Prof. Dr. Rainer Marutzky wurde 1947 in Halle an der Saale geboren. 1968 bis 1973 studierte er Chemie an der Technischen Universität Braunschweig. Danach war er bis 1975 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig. Er promovierte 1975 mit einer Arbeit auf dem Gebiet der Enzymchemie und Biophysik und arbeitete anschließend postdoktoral an der GBF. Seit 1976 ist Dr. Rainer Marutzky Mitarbeiter am WKI, zuerst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als Leiter des Fachbereichs Umweltforschung und ab 1989 als kommissarischer Institutsleiter. 1992 erfolgte die offizielle Berufung zum Institutsleiter des WKI.
Bereits 1991 habilitierte er an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Braunschweig und wurde im Mai 1996 zum apl. Professor ernannt. Seine wissenschaftlichen Arbeitsgebiete lagen vor allem im Bereich des Umweltschutzes in der Holzindustrie und bei Fragen der Holzverklebung. Auch engagierte er sich stark in der europäischen Normung. Er leitete das WKI bis zum 31. Dezember 2009.

Prof. Dr.-Ing. habil. Gert Kossatz

Prof. Dr.-Ing. habil. Gert Kossatz wurde am 14.April1929 in Dresden geboren. Nach dem Abitur ging er zunächst in die Lehre als Möbeltischler, die er 1949 als Geselle abschloss. Danach studierte an der TH Dresden, Fachrichtung Industriebau, und schloss 1955 als Dipl.-Ing. ab. Daneben war er Direktionsassistent im früheren Lehrbetrieb. 1955-1960 war er wissenschaftlicher Assistent, später Oberassistent und Lehrbeauftragter am Institut für Holz- und Faserstofftechnik der TH/TU Dresden. 1957 promovierte er an der Fakultät für Bauwesen der TH Dresden. Danach war er als Fachgruppenleiter am Institut für Baustoffe der Deutschen Bauakademie zu Berlin und als beratender Ingenieur für Leichtbauweise und Bauphysik, Projektant für die Holz- und Baustoffindustrie tätig.
1969 habilitierte er an der Fakultät für Maschinenwesen der TU Dresden. Ab 1974 war er Leiter des Wilhelm-Klauditz-Instituts und daneben apl. Professor in Karlsruhe, Baden-Württemberg und Honorarprofessor an der TU Braunschweig. 1986 wurde er zum Mitglied der International Academy of Wood Sience gewählt. Er schied zum 31. März 1989 aus dem WKI aus.

Prof. Dr. forest. Horst Schulz

Prof. Dr. forest. Horst Schulz wurde am 6.November1924 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Humbolt-Universtität Berlin/Eberswalde mit dem Abschluss als Diplom-Forstwirt. Danach war er bis 1953 als Revierassistent im Forstamt Joachimstal, als Sachbearbeiter der Landesregierung Brandenburg für Forstnutzung und als Assistent bzw. Oberassistent an der Humbolt-Universität in Berlin tätig. 1954 promoviere er zum Dr. forest.. 1960 folgte die Habilitation an der Georg-August-Universität in Göttingen. 1963 ging er für ein einjähriges Forschungsstipendium an die Harvard-University, Mass./USA.
1965-1968 war er FAO-Experte im Rahmen des UNDP-Programmes (Hochschullehrer und Berater der Holzindustrie in Chapingo/Mexiko). Er war von 1968 bis 1973 Nachfolger von Dr. Klauditz als Leiter des Wilhelm-Klauditz-Instituts. Prof. Schulz verstarb am 6.Februar 2002.

Dr. rer. nat. Günther Stegmann

Dr. rer. nat. Günther Stegmann wurde am 20.Januar 1914 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er Naturwissenschaften an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin. 1939 promovierte zum Dr. rer. nat.. 1940 bis 1941 war er wissenschaftlicher Angestellter am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie, Berlin, Abteilung Faserforschung und ab 1942 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Abteilungsleiter im chemisch-technologischen Institut der Reichsanstalt für Holzforschung in Eberswalde.
Ab 1946 arbeitete er in der »Versuchs- und Beratungsstelle für technische Holznutzung des Vereins für Technische Holzfragen«, dem späteren Wilhelm-Klauditz-Institut. Nach dem Tode von Dr. Klauditz 1963 übernahm er kommissarisch die Leitung des Instituts. Auch gab er in seiner Nachfolge die renommierte Zeitschrift »Holzforschung« heraus. 1977 trat er in den Ruhestand. Er verstarb am 28. Dezember 1999.

Dr.-Ing. Wilhelm Klauditz

Dr.-Ing. Wilhelm Klauditz, geboren am 24.Februar 1903 in Vechelde bei Braunschweig, studierte Chemie an der Technischen Hochschule Braunschweig und promovierte 1928 zum Dr.-Ing.. 1929 trat er in das Zentrallaboratorium der Koholyt GmbH in Köln ein. Nach der Übernahme der Firma durch die Feldmühle AG 1934 stieg er 1936 zum stellvertretenden Leiter des Forschungslaboratorium der Feldmühle in Stettin auf. 1939 ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Reichsanstalt für Holzforschung. 1941 wurde er stellvertretender Leiter und bereits 1944 Leiter des chemisch-technologischen Instituts der Reichanstalt für Holzforschung. 1946 trug er wesentlich zur Gründung der »Versuchs- und Beratungsstelle für technische Holznutzung des Vereins für Technische Holzfragen« bei und leitete diese. 1950 erhielt er den Lehrauftrag für »Holzforschung und Holztechnologie« an der Technischen Hochschule Braunschweig. Ab 1951 gab er die Fachzeitschrift »Holzforschung« heraus. 1953 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Ab 1954 arbeitete er in internationalen Organisationen (OEEC, FAO, ECE). Am 30.Juni1963 starb er auf einer Dienstreise nach München bei einem Verkehrsunfall.