Recycling von Altholz und WPC

Forschungsschwerpunkt

Um Altholz im Sinne einer Kaskadennutzung wiederholt nutzen zu können, ist eine korrekte Klassifizierung und Sortierung von belastetem Holz entsprechend der Altholzkategorien notwendig. Wir adaptieren hierfür neue Detektions- und Sortiertechniken und entwickeln neue Produkte aus Altholz.

© Fraunhofer WKI | Peter Meinlschmidt
Alt- und Restholz

Die zunehmende energetische Verwertung verschiedener Holzsortimente stellt die Holzwerkstoffindustrie vor eine große Herausforderung. Allein für die deutsche Spanplattenindustrie beträgt der jährliche Holzbedarf über 5 Millionen Tonnen, wobei der Recyclingholzanteil derzeit bei 34 Prozent liegt. Zur stofflichen Nutzung sind nach der aktuellen deutschen Altholzverordnung nur bestimmte Althölzer zulässig. Da eine sortenreine Trennung bisher kaum möglich ist, werden derzeit auch höherwertige Sortimente der Verbrennung zugeführt. Am Fraunhofer WKI werden daher verfahrenstechnische Konzepte zur effizienteren stofflichen Altholzverwertung entwickelt.

Kaskadennutzung

Eine Grundvoraussetzung für die wiederholte Nutzung von Holz ist eine korrekte Klassifizierung entsprechend der Altholzkategorien. Das Fraunhofer WKI setzt hierzu auf die Entwicklung oder Adaption von Detektionstechniken mit anschließender Aufbereitung mittels geeigneter Zerkleinerungs- und Trennverfahren.

Neben dem Rohstoff Holz sollen auch dessen Beschichtungen und Inhaltsstoffe als zukünftige strategische Rohstoffquellen erschlossen werden. Ziel ist es, diese Wertstoffe mit einem möglichst hohen Trenngrad zu sortieren und somit die Rückgewinnungsquote deutlich zu erhöhen. Darüber hinaus erforschen und entwickeln wir neue Verwertungsansätze und Nutzungswege.

 

Aktuelle Forschungsthemen:

  • Up-Cycling von Altholz: Aufbereitung von Altholz mit großen Querschnitten
  • Balsaholz aus Rotorblättern von Windenergieanlagen zur Herstellung von Dämmstoffen
  • Entwicklung effizienter Verfahren zum Recyceln von Möbelspanplatten zur Herstellung von WPC