Anwendungszentrum für Holzfaserforschung

Fraunhofer-Institut für Holzforschung

Holzfasern (fototechnisch bearbeitet)
© Fraunhofer WKI

Anwendungszentrum für Holzfaserforschung

Am 3. Juli 2012 startete das Anwendungszentrum für Holzfaserforschung HOFZET des Fraunhofer WKI mit einer Festveranstaltung. Forschungsschwerpunkte des Anwendungszentrums sind Holzfasern und Faserverbundwerkstoffe. Hierbei soll insbesondere an einer höherwertigen Nutzung von Holzfaserstoffen und Holzfaserstoffderivaten sowie anderen Cellulosefasern für technische Anwendungen von der Fasergewinnung bis zur Produktentwicklung gearbeitet werden.

Forschungsbereiche

Die Forschungsbereiche des HOFZET sind:

  • Fasergewinnung: Verfahren zur Faserstoffherstellung und Oberflächenbehandlung
  • Nutzung von modifizierten Hölzern, Regeneratfasern, Alt- und Recyclingholz sowie Pflanzenfasern
  • Faser- und Produktentwicklung: Charakterisierung und Optimierung der Faserstoff- und Einzelfasereigenschaften
  • Adaptierung und Optimierung der Herstellungsprozesse
  • Anwendungsorientierte Produkt- und Materialentwicklung im Bereich Fasern und Faserverbundwerkstoffe

Allgemeine Informationen über das HOFZET

Ziel des Anwendungszentrums HOFZET ist es, neue Anwendungen für Holzfasern zu finden, zukunftsweisende Produkte und Technologien zu entwickeln sowie wichtige Impulse für eine Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung zu setzen.

Leiter des HOFZET ist Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres. Prof. Endres ist zugleich Leiter des an der Fakultät II der Hochschule Hannover ansässigen IfBB - Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe.

Durch das HOFZET werden die langjährigen Kompetenzen des WKI in der Holzfaser- und Holzwerkstoffherstellung und der Holz-, Cellulose- und der Naturstoffchemie sowie die Entwicklungen des IfBB im Bereich der Biokunststoffe und der Naturfaserverbundwerkstoffe sinnvoll ergänzt.

Das WKI verfügt über eine Vielzahl von Möglichkeiten, Holz und andere Pflanzen zu Faserstoffen aufzuschließen und zu modifizieren, wobei die gewünschte Desintegration der verschiedenen Pflanzen sowohl mittels chemischer als auch mittels physikalischer Prozesse erfolgen kann. Synergien ergeben sich darüber hinaus durch die am WKI vorhandenen Kompetenzen bei der Herstellung von Faserwerkstoffen mit Klebstoffen, thermoplastischen Polymeren oder anorganischen Bindemitteln.  

Bei den Forschungen am IfBB stehen insbesondere die Herstellung und Optimierung der Gebrauchseigenschaften von Kunststoffen durch die Verstärkung mit pflanzlichen Naturfasern auf Holz-, Flachs-, Hanf- oder Bambusbasis, die Weiterentwicklung dieser Werkstoffe durch kunststoffspezifische Additivierung und deren industrielle Verarbeitbarkeit zu verschiedensten Bauteilen im Mittelpunkt.

Social Bookmarks