Für die Versuchsdurchführung verfügen wir über begehbare Prüfkammern bis zu 70m³ Volumen, in denen unter realen und praxisnahen Bedingungen die Effizienz von Geräten und Technologien zur Luftreinigung erforscht und überprüft werden können. Diese können während des Versuchsablaufs gegenüber Gasen, organischen Substanzen oder Aerosolen exponiert werden.
Neben diskontinuierlichen Verfahren zum Nachweis von Analyten verfügen wir über Online-Messtechniken, die die Bestimmung von Kinetiken vor, in und hinter den Reinigungsstufen ermöglicht. Mehr als tausend Substanzen und Gase können zur Überprüfung von Luftreinigungskonzepten in unseren Prüfkammern einzeln oder in Mischungen bereitgestellt werden. Für alle Testsubstanzen steht auch eine passende, qualitätsgesicherte Analytik zur Verfügung. Auch synthetische Nanopartikel können in aerosolisierter Form zum Gerätetest eingesetzt werden. Zur Simulation von luftgetragenen Viren und Bakterien arbeiten wir mit Surrogaten. Diese werden als Bioaerosole in die Prüfkammeratmosphäre eingebracht und vernebelt. Ihre Abklingrate über den Versuchszeitraum fungiert als Indikator für die Wirksamkeit des Verfahrens bzw. Gerätes.
Als wesentliche Bewertungsgrößen können in unserem akkreditierten Labor Untersuchungen zur Clean-Air-Delivery-Rate (CADR), Hygienic-Air-Delivery-Rate (HADR), Constant Challenge Test (CCT) durchgeführt werden.
In einem von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geförderten Vorhaben haben wir einen Prüfstandard für die einheitliche Bewertung der Effizienz von Luftreinigern entwickelt (link).