Kooperationen und Netzwerke

Industrie

Das Fraunhofer WKI arbeitet anwendungsorientiert eng mit den Unternehmen der Holz- und Möbelwirtschaft sowie der Zulieferindustrie ebenso zusammen, wie mit der Bauwirtschaft, der chemischen Industrie und der Automobilwirtschaft. Nahezu alle Verfahren und Werkstoffe, die aus der Forschungstätigkeit des Instituts hervorgehen, werden industriell genutzt.

Fraunhofer

Innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft ist das Fraunhofer WKI Mitglied im Verbund MATERIALS, in den Allianzen Bau, Leichtbau, Photokatalyse, Vision und Textil (im Aufbau) sowie im Fraunhofer-Netzwerk Nachhaltigkeit. Darüber hinaus ist das Fraunhofer WKI Mitglied der Forschungsallianz Kulturerbe und Kooperationspartner von Fraunhofer Chile.

Im Fraunhofer-Projektzentrum Wolfsburg forscht das Fraunhofer WKI gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU. Das Projektzentrum ist Teil der Initiative Open Hybrid LabFactory, die unter der Federführung des Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) der TU Braunschweig gemeinsam mit Industriepartnern in Wolfsburg initiiert wurde. Die Projektpartner entwickeln großserientaugliche Fertigungs- und Produktionstechnologien für die wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Herstellung hybrider Leichtbaukomponenten für Fahrzeuge aus Metallen, Kunststoffen und textilen Strukturen. Das Fraunhofer WKI legt dabei einen besonderen Fokus auf biobasierte Materialien.

Technische Universität Braunschweig

Es besteht eine enge Verbindung zum Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) der TU Braunschweig. Der Institutsleiter des Fraunhofer WKI, Prof. Dr.-Ing. Bohumil Kasal, ist gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls für »Organische Baustoffe« am iBMB und Initiator gemeinsamer Forschungsprojekte. Die Verknüpfung der Grundlagenforschung des iBMB mit der angewandten Forschung des Fraunhofer WKI schafft den Nährboden für zukunftsweisende Innovationen in der Baubranche.

Die TU Braunschweig ist außerdem ein wichtiger Kooperationspartner für das Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ZELUBA des Fraunhofer WKI. Im gemeinsamen ZELUBA‑Anschubprojekt entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Einrichtungen Projektideen, um den Ausbau des Zentrums voran zu treiben. Im Fokus steht die Entwicklung von Materialien und Technologien, die eine hybride Bauweise zur Kombination von konventionellen und regenerativen Baustoffen für mehrgeschossige (Leicht-)Bauten ermöglichen. Am ZELUBA-Anschubprojekt sind sechs Institute der TU Braunschweig beteiligt.

Für das Zentrum ist ein Neubau des Fraunhofer WKI auf dem Campus der TU Braunschweig in Planung. Das neue Gebäude bietet mehr Platz für wissenschaftliches Personal und Versuchseinrichtungen, unter anderem einen Erdbebenprüfstand. Es ermöglicht somit eine signifikante Vertiefung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des ZELUBA und begünstigt den fachlichen Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fraunhofer WKI und der TU Braunschweig.

Das Fraunhofer WKI engagiert sich im Graduiertenkolleg »Modelle für die Beschreibung der Zustandsänderung bei Alterung von Baustoffen und Tragwerken« der TU Braunschweig. Das Fraunhofer WKI weist mehrere Doktoranden-Stellen für jeweils drei Jahre aus eigenen Mitteln aus. Die Doktoranden werden in das Graduiertenkolleg eingebunden, wenn die fachliche Nähe gegeben ist.

Darüber hinaus bestehen weitere Verbindungen zur TU Braunschweig im Rahmen von Lehraufträgen und Forschungsprojekten.

Hochschule Hannover

Das Anwendungszentrum für Holzfaserforschung HOFZET des Fraunhofer WKI ist auf dem Campus der Hochschule Hannover angesiedelt und steht in enger Verbindung zum »IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe« der Hochschule. Beide Institutionen betreiben ein gemeinsames Technikum sowie diverse Labore in den Bereichen Kunststoff- und Faserverbundtechnik. Aus der Kooperation zwischen Holz- und Kunststoffexperten entstehen neue Werkstoffe und Anwendungen für hybride (Bio‑)Faserverbundwerkstoffe. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf energie- und ressourcenschonenden Leichtbaulösungen.

International

Das Fraunhofer WKI ist Mitglied des Wood-Based Composites Center (WBC). Das WBC ist ein »Industry/University Cooperative Research Center (I/UCRC)« der US-amerikanischen »National Science Foundation (NSF)«. Im WBC entwickeln sieben nordamerikanische Universitäten gemeinsam mit Partnern aus der Regierung, der Industrie sowie der außeruniversitären Forschung neue Forschungsansätze rund um die Herstellung und Anwendung von biobasierten Verbundmaterialien. Die Leitung des Centers liegt in den Händen der Oregon State University und der Virginia Tech.

Durch die Kooperation mit Fraunhofer Chile hat das Fraunhofer WKI außerdem einen guten Zugang zum südamerikanischen Markt.

Das Fraunhofer WKI ist Partner des Renewable materials and healthy environments research and innovation centre of excellence (InnoRenew CoE) in Slowenien. Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Teaming-Projekts begleitet das Fraunhofer WKI den Aufbau des Exzellenzzentrums als Mentor in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe, nachhaltige Bauwirtschaft, Ressourceneffizienz und neuartige Hybrid-Verbundwerkstoffe. Die Regierung Sloweniens, eines der waldreichsten Länder der Welt, verfolgt das übergeordnete Ziel, die Wertschöpfungskette der lokalen Forst- und Holzwirtschaft so zu optimieren, dass sich daraus eine wettbewerbsfähige und wissensbasierte Industrie entwickeln kann. Berücksichtigt werden auch der Einfluss der Herstellung und des Einsatzes neuartiger Produkte oder Materialien auf die Umwelt, die Lebensqualität, die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Generationen.

Darüber hinaus bestehen im Rahmen von Professuren, Lehraufträgen und gemeinsamen Forschungsprojekten Kooperationen zu Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern weltweit.

Als Beratende, Mitarbeitende oder Ausschussleitende bringen die Expertinnen und Experten des Fraunhofer WKI ihre Forschungsergebnisse in die Standardisierung und Normung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein.