Historie

Das bereits 1946 von Dr. Wilhelm Klauditz gegründete Institut mit Sitz in Braunschweig gehört seit 1972 zur Fraunhofer-Gesellschaft. Es zählt zu den bedeutendsten Forschungseinrichtungen für angewandte Holzforschung in Europa. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung des Instituts.

Hauptcampus Braunschweig

2023

So könnte der Neubau des Werkstofftechnikums aussehen (Entwurfsgrafik). Es soll die Forschungstätigkeiten in den Bereichen Holzwerkstoff- und Naturfasertechnologien sowie Bindemittel und Beschichtungen bündeln.

Campus der TU Braunschweig

2021

Das Fraunhofer WKI baut ein neues Forschungsgebäude für sein »Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ZELUBA®« auf dem Campus der TU Braunschweig.

Hauptcampus Braunschweig

2020

Das Holzwerkstofftechnikum aus dem Jahr 1961 ist inzwischen baufällig und bietet nicht mehr ausreichend Platz für eine zeitgemäße technische Ausstattung. Die Planungen für einen Neubau beginnen.

Hauptcampus Braunschweig

2020

Der Abriss eines maroden Kleingebäudes schafft Platz für den Neubau einer Forschungshalle mit Emissionsprüfkammern.

Wolfsburg

2016

Als Mitglied des Fraunhofer-Projektzentrums Wolfsburg startet das Fraunhofer WKI mit der Entwicklung von hybriden Materialien für den Automobilbereich in der »Open Hybrid LabFactory (OHLF)«.

Hannover

2016

In Kooperation mit der Hochschule Hannover entsteht eine Technikumshalle für das »Anwendungszentrum für Holzfaserforschung HOFZET®« des Fraunhofer WKI. Der Fokus liegt auf naturfaserverstärkten Kunststoffen und technischen Textilien.

Hauptcampus Braunschweig

2014

Die baulichen Kapazitäten auf dem Campus sind nahezu ausgeschöpft. Das Hauptgebäude aus dem Jahre 1961 wurde außen saniert, eine Innensanierung wird folgen.

Hauptcampus Braunschweig

2009

Ein neues Gebäude mit Büros und Laboren kommt hinzu. Es erweitert die Kapazitäten in den Bereichen Innenluftchemie und Materialanalytik sowie Qualitätsprüfung- und bewertung.

Hauptcampus Braunschweig

2004

Das Fraunhofer WKI wächst weiter. Seit 1994 teilt es sich den Campus mit dem Fraunhofer IST.

Hauptcampus Braunschweig

1987

Mit der Ausweitung des Forschungsportfolios entstehen zusätzliche Laborgebäude.

Hauptcampus Braunschweig

1966

Das erste Luftbild des Institutsgeländes zeigt den 1961 eingeweihten Institutsneubau, bestehend aus einem Labor- und Bürogebäude sowie einem Holzwerkstofftechnikum.

Hauptcampus Braunschweig

1946

Die ersten Forschungsarbeiten fanden in einer angemieteten Baracke statt.

Aktuell

Prof. Dr.-Ing. Bohumil Kasal

Professor Kasal ist seit dem 1. Oktober 2010 Leiter des Fraunhofer WKI. 

Mehr Informationen

 

© Fraunhofer WKI

2010 (kommissarisch)

Prof. Dr. Tunga Salthammer

Professor Salthammer übernahm die Tätigkeit als kommissarischer Institutsleiter vom 1. Januar bis 30. September 2010. Seit dem 1. März 2011 ist er stellvertretender Leiter des Fraunhofer WKI.

Professor Salthammer studierte Chemie an der Technischen Universität Braunschweig. Nach Abschluss des Studiums und seiner Dissertation kam er 1990 als Wissenschaftler an das Fraunhofer WKI. Seit 1995 ist er Fachbereichsleiter der Abteilung Materialanalytik und Innenluftchemie. 2008 habilitierte er an der Fakultät für Lebenswissenschaften der TU Braunschweig. Er arbeitet in diversen internationalen Kommissionen und Gremien und ist weltweit anerkannter Fachmann auf dem Gebiet der Innenlufthygiene. In Rahmen zahlreicher Gastprofessuren gab und gibt er seine Kenntnisse weiter, z. B. in Dänemark, China und Australien. 

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1989 bis 2009

Prof. Dr. Rainer Marutzky

Professor Marutzky wurde 1947 in Halle an der Saale geboren. 1968 bis 1973 studierte er Chemie an der Technischen Universität Braunschweig. Danach war er bis 1975 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig. Er promovierte 1975 mit einer Arbeit auf dem Gebiet der Enzymchemie und Biophysik und arbeitete anschließend postdoktoral an der GBF. Im Jahre 1976 kam Marutzky ans Fraunhofer WKI, zuerst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als Leiter des Fachbereichs Umweltforschung und ab 1989 als kommissarischer Institutsleiter. 1992 erfolgte die offizielle Berufung zum Institutsleiter des Fraunhofer WKI.


Bereits 1991 habilitierte er an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Braunschweig und wurde im Mai 1996 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seine wissenschaftlicher Fokus lag vor allem auf dem Umweltschutz in der Holzindustrie und auf Fragen der Holzverklebung. Auch engagierte er sich stark in der europäischen Normung. Er leitete das Fraunhofer WKI bis zum 31. Dezember 2009.

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1974 bis 1989

Prof. Dr.-Ing. habil. Gert Kossatz

Professor Kossatz wurde am 14. April 1929 in Dresden geboren. Nach dem Abitur ging er zunächst in die Lehre als Möbeltischler, die er 1949 als Geselle abschloss. Danach studierte an der Technischen Hochschule Dresden, Fachrichtung Industriebau, und schloss 1955 als Diplom-Ingenieur. ab. Daneben war er Direktionsassistent im früheren Lehrbetrieb. Von 1955 bis 1960 blieb er an der Hochschule, als wissenschaftlicher Assistent, später Oberassistent und Lehrbeauftragter am Institut für Holz- und Faserstofftechnik. 1957 promovierte er an der Fakultät für Bauwesen.

Anschließend war er als Fachgruppenleiter am Institut für Baustoffe der Deutschen Bauakademie zu Berlin und als beratender Ingenieur für Leichtbauweise und Bauphysik, Projektant für die Holz- und Baustoffindustrie tätig.

1969 habilitierte Professor Kossatz an der Fakultät für Maschinenwesen der Technischen Universtität Dresden (früher »Technische Hochschule Dresden«). Ab 1974 war er Leiter des Fraunhofer WKI und daneben außerplanmäßiger Professor in Karlsruhe, Baden-Württemberg und Honorarprofessor an der Technischen Universität Braunschweig. 1986 wurde er zum Mitglied der International Academy of Wood Sience gewählt. Er schied zum 31. März 1989 aus dem Fraunhofer WKI aus.

Professor Kossatz starb am 26. April 2013 im Alter von 84 Jahren nach kurzer Krankheit.

1968 bis 1973

Prof. Dr. forest. Horst Schulz

Professor Schulz wurde am 6. November 1924 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Humboldt-Universtität Berlin/Eberswalde erwarb den Abschluss als Diplom-Forstwirt. Danach war er bis 1953 als Revierassistent im Forstamt Joachimstal, als Sachbearbeiter der Landesregierung Brandenburg für Forstnutzung und als Assistent bzw. Oberassistent an der Humboldt-Universität in Berlin tätig. 1954 promovierte er zum Dr. forest.. 1960 folgte die Habilitation an der Georg-August-Universität in Göttingen. 1963 ging er für ein einjähriges Forschungsstipendium an die Harvard-University in Massachusetts, USA.

Von 1965 bis 1968 war er FAO-Experte im Rahmen des UNDP-Programmes (Hochschullehrer und Berater der Holzindustrie in Chapingo/Mexiko). Er war von 1968 bis 1973 Nachfolger von Dr. Klauditz als Leiter des Fraunhofer WKI.

Professor Schulz verstarb am 6. Februar 2002.

1963 bis 1968 (kommissarisch)

Dr. rer. nat. Günther Stegmann

Dr. Stegmann wurde am 20. Januar 1914 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er Naturwissenschaften an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin. 1939 promovierte zum Dr. rer. nat.. 1940 bis 1941 war er wissenschaftlicher Angestellter am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie, Berlin, Abteilung Faserforschung und ab 1942 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Abteilungsleiter im chemisch-technologischen Institut der Reichsanstalt für Holzforschung in Eberswalde.


Ab 1946 arbeitete er in der »Versuchs- und Beratungsstelle für technische Holznutzung des Vereins für Technische Holzfragen«, dem späteren Fraunhofer WKI. Nach dem Tode von Dr. Klauditz 1963 übernahm er kommissarisch die Leitung des Instituts. Auch gab er in seiner Nachfolge die renommierte Zeitschrift »Holzforschung« heraus. 1977 trat er in den Ruhestand.

Dr. Stegmann verstarb am 28. Dezember 1999.

1946 bis 1963

Dr.-Ing. Wilhelm Klauditz

Dr. Klauditz, geboren am 24. Februar 1903 in Vechelde bei Braunschweig, studierte Chemie an der Technischen Hochschule Braunschweig und promovierte 1928 zum Dr.-Ing.. 1929 trat er in das Zentrallaboratorium der Koholyt GmbH in Köln ein. Nach der Übernahme der Firma durch die Feldmühle AG 1934 stieg er 1936 zum stellvertretenden Leiter des Forschungslaboratorium der Feldmühle in Stettin auf. 1939 ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Reichsanstalt für Holzforschung. 1941 wurde er stellvertretender Leiter und bereits 1944 Leiter des chemisch-technologischen Instituts der Reichanstalt für Holzforschung.

1946 trug er wesentlich zur Gründung der »Versuchs- und Beratungsstelle für technische Holznutzung des Vereins für Technische Holzfragen« bei und leitete diese. 1950 erhielt er den Lehrauftrag für »Holzforschung und Holztechnologie« an der Technischen Hochschule Braunschweig. Ab 1951 gab er die Fachzeitschrift »Holzforschung« heraus. 1953 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Ab 1954 arbeitete er in internationalen Organisationen (OEEC, FAO, ECE).

Dr. Klauditz starb am 30. Juni 1963 auf einer Dienstreise nach München bei einem Verkehrsunfall.

Dr.-Ing. Wilhelm Klauditz und die Gründung des »Instituts für Holzforschung«

Gründer und Namensgeber Dr.-Ing. Wilhelm Klauditz

Als Dr. Wilhelm Klauditz am 30. Juni 1963 auf einer Dienstreise nach München mit dem Auto tödlich verunglückte, war das der stärkste Einschnitt in die Geschichte des Instituts für Holzforschung seit dem Ende des Krieges. Wilhelm Klauditz war der Motor des Instituts und der Kristallisationspunkt der Aktivitäten des Vereins für Technische Holzfragen e. V. gewesen. Er hatte während der ungünstigsten Zustände direkt nach dem Krieg den Impuls für die Neugründung des Instituts für Holzforschung gegeben, und er hatte die wesentlichen Forschungsarbeiten und Kooperationen selbst initiiert und geleitet. Ein Jahr nach seinem Tode nahm das Institut zu seinen Ehren den Namen »Wilhelm-Klauditz-Institut für Holzforschung« an und machte damit auf die besondere Prägung aufmerksam, die Klauditz hinterlassen hatte.
 
1903, im Geburtsjahr von Klauditz, war die Holzforschung noch eine junge und wenig anerkannte Disziplin. Auf dem forstwissenschaftlichen Gebiet gab es schon etablierte Forschungseinrichtungen: seit 1816 die Forstwissenschaftliche Akademie in Tharandt bei Dresden, seit 1830 eine Forstakademie in Eberswalde und seit 1868 eine weitere in Hannoversch Münden. Die stoffbezogene Holzforschung war aber als eigenständiger Bereich unbeachtet und bis nach dem ersten Weltkrieg kaum institutionell verankert.

Klauditz studierte nach seinem Abitur Chemie und promovierte 1928 im Alter von fünfundzwanzig Jahren. Danach ging er für ein Jahr als wissenschaftlicher Assistent mit einem Stipendium der Justus-Liebig-Stiftung an die Universität Halle. Im Jahr 1929 trat er in das Zentrallaboratorium der Koholyt GmbH in Köln ein und stieg bei deren späterer Übernahme durch die Feldmühle AG zum stellvertretenden Leiter der Forschungsabteilung in Odermünde bei Stettin auf. 1939 schied er aus dem Konzern aus und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Reichsanstalt für Holzforschung in Eberswalde bei Berlin.

Dass im Jahre 1930 das preußische Holzforschungsinstitut in Eberswalde, die spätere Reichsanstalt für Holzforschung, gegründet wurde, ist vor allem dem Engagement von Professor Dr. C. G. Schwalbe zu verdanken. Das Institut widmete sich der Aufgabe, durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten die Holzausnutzung der deutschen Forstwirtschaft zu verbessern. Professor Schwalbe schied 1934 als Leiter aus dem Institut aus. Danach wurde das Institut aufgeteilt in ein mechanisch-technologisches Institut und in ein chemisch-technologisches Institut, aus welchem nach dem Ende des zweiten Weltkriegs das Institut für Holzforschung hervorgehen sollte. Diese beiden unabhängigen Institute firmierten ab 1939 zusammen unter dem Namen »Reichsanstalt für Holzforschung«.

Dr. Wilhelm Klauditz etablierte sich schnell in der Reichsanstalt. 1944 wurde er Leiter des chemisch-technologischen Instituts als Nachfolger des verstorbenen Institutsleiters Professor G. A. Kienitz. Der Leiter des mechanisch-technologischen Instituts war der renommierte Holzforscher Franz Kollmann. Die Arbeiten der Reichsanstalt beschäftigten sich in dieser Zeit mit der Entwicklung effektiverer Methoden der Holznutzung, um die kritische Situation der Forste unter den Bedingungen der Kriegswirtschaft zu entschärfen.

Die Kapitulation des Deutschen Reiches bedeutete auch das Ende für das Reichsinstitut. Der Standort Eberswalde bei Berlin lag mitten in den Frontlinien der Roten Armee, sodass das Institut notdürftig evakuiert werden musste, im Februar nach Tirol und bereits im Mai nach Hohenschwangau und Hohenpeißberg in Bayern. Dabei gingen die gesamte technische Ausstattung, die Bibliothek und viele Forschungsarbeiten des Reichsinstituts verloren. Unter den denkbar schlechtesten Bedingungen wurde zunächst noch zwei Monate weiter gearbeitet, bis im Juli 1945 aus Geldmangel die Arbeit beendet werden musste.

Wilhelm Klauditz versuchte zunächst den Kern der Belegschaft für die Neugründung eines Holzforschungsinstituts zu sichern, indem er der Technischen Universität München eine Eingliederung in die forstliche Abteilung der Hochschule vorschlug. Für die TU München standen aber andere Dinge im Vordergrund, sodass Klauditz nach einer teilweise privat finanzierten Lösung suchen musste.

Klauditz nahm also Kontakt nach Braunschweig zu seinem früheren akademischen Lehrer Professor Dr. Gustav Gassner auf, der nach dem Krieg Rektor der Technischen Hochschule war. Gassner zeigte sich sehr daran interessiert, das Institut nach Braunschweig zu bekommen, aber die Situation der Hochschule - völlig zerstörte Gebäude und eine desolate finanzielle Situation - ließen die Eingliederung des Institutes nicht zu. Also fasste Klauditz die Möglichkeit ins Auge, das Institut teilweise mit Spenden der Industrie zu finanzieren. Er fand Unterstützung bei den Homogenholzwerken GmbH, die im Dezember 1945 anboten, einen Teil der Kosten für die Weiterführung des chemisch-technischen Instituts zu übernehmen. Das war der Impuls, der notwendig war, um weitere Geldgeber zu motivieren. Im Frühjahr des Jahres 1946 kam, wahrscheinlich angeregt durch den Braunschweiger Professor für Flugzeugbau und Leichtbau, Dr.-Ing. Hermann Winter, die Idee auf, die Finanzierung des Instituts durch einen »Verein für technische Holzfragen« tragen zu lassen. Die Unterstützung durch die Stadt, die Forstverwaltung und auch durch Industie- und Handelskammer, Universität und die Unternehmen MIAG und Homogenholzwerke, ermutigte Klauditz, am 7. Juni 1946 zur Gründungssitzung des Vereins einzuladen.

Mit dem Namen »Versuchs- und Beratungsstelle für technische Holznutzung des Vereins für technische Holzfragen e. V.« bezog das Institut im Juli 1946 seine angemieteten Räume am Steinriedendamm. Das »Gebäude« war eine Baracke von 260 qm, teilweise kriegszerstört und teilweise noch im Rohbau. Der Platz aber war ausreichend, und nach drei Monaten der Instandsetzung konnten die ersten Forschungsarbeiten aufgenommen werden. Klauditz fuhr im August 1946 nach Bayern, um die Ausstattungsreste, die aus dem Reichsinstitut dorthin gerettet worden waren, in Empfang zu nehmen. Der Transfer war nicht einfach, weil Bayern nicht zur britischen sondern zur amerikanischen Besatzungszone gehörte.

Im Jahre 1949, als das Institut sich den Namen »Institut für Holzforschung« gab, hatte Klauditz sein erstes Ziel erreicht: Die Mitgliederzahl des Vereins für Technische Holzfragen hatte sich stetig erhöht und lag jetzt bei 102 Mitgliedern. Der finanzielle Hintergrund war jetzt so gut wie gesichert. Die Forschungsarbeiten hatten in den ersten Jahren bei rein rohstoffwirtschaftlichen Fragen gelegen, jetzt aber verschob sich der Schwerpunkt immer mehr auf die Entwicklung von Herstellungsverfahren für künstliche Holzwerkstoffe.

Im Jahr 1952 wurde das Institut in Anerkennung der besonderen wissenschaftlichen Leistungen an die TU Braunschweig angegeliedert, die Trägerschaft blieb davon allerdings unberührt. Die Anerkennung der Spanplatte als dem wichtigsten Werkstoff für Möbel ist den Forschungsarbeiten von Klauditz in dieser Zeit zu verdanken.

Die Grundsteinlegung für das neue Institutsgebäude, eine Herzensangelegenheit von Klauditz, erlebte er selbst noch mit, auch die Fertigstellung des Gebäudes im Jahr 1961, nicht aber die Eingliederung des Instituts in die Fraunhofer-Gesellschaft im Jahr 1972. Die Lücke, die sein unerwarteter Unfalltod im Jahr 1963 hinterließ, war derart groß, dass es erst fünf Jahre nach seinem Tod möglich war, einen geeigneten Nachfolger für die Leitung des Instituts zu finden.

Quellen

»40 Jahre Holzforschung in Braunschweig: Vom Stamm zur Platte«
Fraunhofer-Gesellschaft, 1986
und
»50 Jahre Verein für Technische Holzfragen«
Festschrift, 1996