Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ZELUBA®

Forschungsschwerpunkt

Tragverhalten

Häuser dürfen unter keinen Umständen einstürzen. Deshalb steht die mechanische Festigkeit und Standsicherheit bei den Grundanforderungen an Bauwerke in der Europäischen Bauproduktenverordnung an erster Stelle. Dies gilt für etablierte Holzkonstruktionen und Holzwerkstoffe genauso wie für neu zu entwickelnde, holzbasierte Werkstoffe und Hybridkonstruktionen. Im Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ZELUBA nehmen wir neben der versuchstechnischen Betrachtung auch numerische Simulationen des Tragverhaltens vor. Unsere besondere Kompetenz ist die ganzheitliche Betrachtung unter Berücksichtigung bauphysikalischer Fragestellungen, die aus dem Brand-, Wärme- und Feuchteschutz resultieren.

© Marek Kruszewski
Am Fraunhofer WKI entwickelter Momentenverbinder.

Holz erlangt als natürlicher und nachwachsender Baustoff in Zeiten steigenden Ressourcenverbrauchs immer größere Bedeutung und stellt einen der Schlüsselwerkstoffe bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen speziell für die bestehenden Herausforderungen im Bauwesen dar. Die positiven Eigenschaften des Materials Holz, sowohl in Bezug auf die Kohlenstoffspeicherfähigkeit wie auch auf die baukonstruktiven Eigenschaften, sind grundsätzlich bekannt. Sie bedürfen jedoch stetig einer erweiterten und umfänglichen Betrachtung im Fokus der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen.

Am Fraunhofer WKI untersuchen wir die statisch-konstruktiven Eigenschaften holzbasierter Konstruktionen und Werkstoffe mit Versuchen und Simulationen. Darüber hinaus sind wir spezialisiert auf die Betrachtung der komplexen und ganzheitlichen Zusammenhänge. Dazu zählt beispielweise die Erforschung statisch-konstruktiver Aspekte in Bezug auf Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit mit bauphysikalischen Effekten, mit Hilfe der numerischen Simulation – auch im Brandfall. Messtechnik zur Verifikation der Simulationen sowie zur Überprüfung von Konstruktionsteilen in realer Größe ist ebenfalls vorhanden.

Mit der Untersuchung und Entwicklung von neuen Werkstoffen, Werkstoffkombinationen und Lösungen bei dynamischen Beanspruchungen, resultierend aus Naturgewalten und Unfallwirkungen wie Erdbeben, Wind oder Anprall, sprechen wir Sondergebiete des Holzbaus an. Diese sollen es dem Holzbau zukünftig ermöglichen, neue Märkte zu erschließen.