Holz ist ein wertvoller nachwachsender Rohstoff. Um seine Haltbarkeit zu verlängern, wird es häufig mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt. Diese Behandlung schützt vor Insekten, Pilzen und Witterungseinflüssen. Doch wenn das Holz zum Abfall wird, stehen wir vor einem Problem.
Große Mengen behandelter Althölzer, insbesondere aus rückgebauten oder abgerissenen Dachstühlen, lassen sich bislang kaum wiederverwerten. Schadstoffe aus Holzschutzmitteln verhindern eine sichere Nutzung und führen oft zur energetischen Verwertung gemäß Altholzverordnung. Das europäische Forschungsprojekt WoodTreat setzt hier an. Ziel ist es, belastetes massives Altholz so aufzubereiten, dass schadstofffreie Sekundärrohstoffe entstehen. Das heißt, ein Balken soll als dekontaminierter Balken wiederverwendet werden, nachdem die Oberflächen abgetrennt sind. Dies soll vorzugsweise mit der Wasserstahltechnik erfolgen, um nicht zuvor störende Nägel und Schrauben entfernen zu müssen.
WoodTreat stärkt damit die Kreislaufwirtschaft, senkt Umweltbelastungen und unterstützt eine nachhaltige Nutzung von Holz als nachwachsendem Rohstoff.
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